Das neue Jahr gilt weiteren Abenteuern im südlichen Afrika. Am letzten Abend des vergangenen Jahres versammelte sich hier in Mokopane beinahe alle Welt auf einem alten grasüberwucherten Sportplatz am Rande der Stadt. So freiwillig kommen Inder und Pakistanis und Schwarz und Weiß sehr selten zusammen. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist sonst in der Stadt überall verboten, aber es knallte natürlich trotzdem hier und da. Nun, das Volk feierte den Jahreswechsel, manche veranstalteten einen Braai, man bestaunte die Lichter am Himmel und fuhr alsbald wieder nach Hause.
Ich raste gerade einige Wochen bei meiner lieben Gastfamilie Schröder, das heißt, ich hüte während ihrer Abwesenheit das Haus und kümmere mich momentan um die drei Hunde Choki, Nora und Henry, die Katze und die drei Hühner, den Hahn und den Truthahn Kulu. Tut mir einfach gut, nur zu sein, zu lesen, zu träumen. Kann ich nur empfehlen!

Buffels Bay

Buffels Bay

War zuletzt mehr als 5000km unterwegs von Kapstadt bis hierher, ausnahmsweise nicht getrampt. Yolanda kam für 19 Tage aus dem kalten Europa und wir hätten lange nicht so viel gesehen ohne Mietwagen. Sehr bequem, viel sicherer und ich freute mich jedesmal von neuem, wenn wir andere Tramper mitnahmen, mehr als dreißig, nur einen weißen. Auf dem Weg zum südlichsten Punkt Afrikas sahen wir keine Haie, aber traurige Pinguine in Betty’s Bay. Schon in Simonstown empfand ich nicht viel Freude beim Anblick der dichtgedrängten Kolonie neben all den Schaulustigen. Eine die Straße überquerende Schildkröte wollten wir retten, aber sie konnte sich dann doch schneller in Sicherheit bringen, als wir dachten.

Bei Gansbaai

Bei Gansbaai

Auf der Garden Route sahen wir gar nicht so viele Gärten, aber sehr grün ist es entlang der Bergketten. Bei Sedgefield waren wir auf dem wunderschönen Anwesen meines alten Freundes Alexander zu Gast. Bin gespannt, wie er und seine Freundin Julia ihr Projekt, dort ein alternatives Gesundheitszentrum zu errichten, verwirklichen werden. Richtung Addo verließen wir die Küste, in Cintsa und Coffee Bay waren wir wieder am Meer, dann ging es durch die meist kargen Berglandschaften von Lesotho. Clarens ist nicht wirklich sehenswert, aber der Golden-Gate-Highlands-Nationalpark ganz in der Nähe.

Robinson Pass

Robinson Pass

Ein Höhepunkt war unsere Safari im Hluhluwe-iMfolozi-Park, einer der ältesten Nationalparks Afrikas. Mehr als 50 Elefanten und 30 Nashörner liefen uns einen Tag lang vor die Linse. Zum Sattsehen! Antilopen und Zebras nimmt man da nicht mehr als besonders wahr. Am langen Strand von St. Lucia fand ein Volksfest statt, nur keiner wusste warum jener 16. Dezember ein nationaler Feiertag war. Die Polizei kontrollierte Autos und beschlagnahmte Alkohol, um Trunkenheit in der Öffentlichkeit zu unterbinden. Unmöglich! Übrigens schienen wir dort am Indischen Ozean die einzigen Weißen gewesen zu sein und mussten oft für Erinnerungsfotos posieren. Später erfuhren wir von Emilige und Uwe, dass ursprünglich an den Sieg der Buren gegen die Zulus in der Schlacht am Blood River erinnert werden soll, also eigentlich gar nicht so viel für die Zulus zu feiern wäre!?

Südlesotho

Südlesotho

Letzter markanter Punkt im Nordosten Südafrikas: Der berühmte Blyde River Canyon. Grüne Hügel, zu viel künstlicher Wald in Reih’ und Glied, aber atemberaubende Aussichten! Schade, dass wir nur zwei Tage in der Region weilen konnten, da die Zeit für Yolanda abgezählt war. Vor einigen Jahren waren wir einzeln schon einmal bei den Schröders zu Gast. Ein Kreis schließt sich; hier in Mokopane ließen wir unsere gemeinsame Reise ausklingen. Wieder viel zu erzählen, zu lernen, über dieses Land voller Kontraste, Misstrauen, Schönheit!

Hluhluwe-iMfolozi-Park

Hluhluwe-iMfolozi-Park

Nach Abgabe des Mietwagens am Flughafen Johannesburg war es wieder herrlich, den Daumen in den Wind zu halten. Hätte gleich mit einem Truck nach Sambia fahren können, bin dann aber doch in Mokopane ausgestiegen. Ganz in Familie Weihnachten mit Bescherung erlebt, am Pool, im Pool, es ist heiß, da braucht man Abkühlung. In den kommenden Tagen werde ich weiter ziehen, noch einmal durch Mpumalanga, ehe es bald auf die große Insel geht. Madagaskar ruft!





Morgenandacht

Morgenandacht

Mhara Game Lodge

Mhara Game Lodge

Entabeni Safari Conservancy

Entabeni Safari Conservancy

Im Gehege

Im Gehege



Praia de São Julião

Praia de São Julião





Nuru Kane, Square Rachmaninov, Paris

Nuru Kane, Square Rachmaninov, Paris

Rover in concert, Paris

Rover in concert, Paris

Palacio Retiro, Madrid

Palacio Retiro, Madrid